TKG aktuell

Neuigkeiten rund um das Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung. Über anstehende Veranstaltungen, Workshop und Konferenzen informieren wir Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Ringvorlesung „Religion und Gender: Konstruktionen – Medien – Erfahrungen“

mittwochs, 12:15–13:45 Uhr | Coelicum, Domstraße 10, Erfurt

Unter dem Titel „Religion und Gender“ lädt das Interdisziplinäre Forum Religion der Universität Erfurt erneut zu einer öffentlichen Ringvorlesung ein. Religiöse Systeme thematisieren auf vielfältige Weise das Verhältnis zwischen den Geschlechtern, legen soziale Rollen ebenso fest wie symbolische Ordnungen, die immer auch Geschlechterordnungen sind. Religiöse Erfahrungen und Praktiken sind ohne Beachtung der Diversität der betroffenen Subjekte nicht adäquat zu verstehen.

Trotz dieser offensichtlichen Zusammenhänge ist eine gendersensible Herangehensweise in der Religionswissenschaft immer noch nicht selbstverständlich, während gleichzeitig in öffentlichen Debatten und ihrer medialen Dimension die Verknüpfung von Religion und Geschlecht eine prominente und problematische Rolle spielt. Die Veranstaltung wird diesen Zusammenhängen nachgehen und verschiedene aktuelle wie historische Fallbeispiele präsentieren und diskutieren.

Veranstaltungsübersicht

 

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Der kleine Unterschied in Ost und West: Ein Gespräch mit Jana Hensel moderiert von Sylka Scholz

Am 5. Dezember 2018, um 19:00 Uhr in der Villa Rosenthal, Mälzerstraße 11, Jena

30 Jahre nach der Wende zeigen sich in Bezug auf Gleichstellung in Ost- und Westdeutschland gravierende Unterschiede. Das betrifft sowohl Auffassungen von deren Notwendigkeit als auch konkrete Maßnahmen der Umsetzung. Aus historischen wie ideologischen Gründen war der Osten in Sachen Gleichstellung von Mann und Frau dem Westen in manchem voraus, etwa was Berufstätigkeit und Kinderbetreuungsangebote anging. Obwohl die völlige Gleichstellung der Geschlechter auch in der DDR ein Mythos blieb, lässt sich fragen: Was ist von diesem „Vorsprung“ geblieben? Lernt der Westen vom Osten und übernimmt Strukturen oder setzen sich ehemals westdeutsche Ideale und Strukturen auch in Ostdeutschland durch? Oder spielt die unterschiedliche Entwicklung von Bundesrepublik und DDR vor 1989 keine Rolle mehr in gegenwärtigen bundesweiten Strategien des Gender Mainstreaming? Um über dieses Thema ins Gespräch zu kommen, lädt das Gleichstellungsbüro der Universität Jena die Autorin und Journalistin Jana Hensel ein, die sich in Ihren Publikationen intensiv in zeitgenössische Fragen zu Geschlechterpolitik eingemischt hat und zu einer prononcierten Stimme auf dem Gebiet geworden ist. Im Gespräch mit der Soziologieprofessorin Sylka Scholz von der Universität Jena wird es um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern in der Geschlechterpolitik und der Wahrnehmung des „kleinen Unterschieds“ gehen. Im Anschluss sind alle herzlich eingeladen, in einen direkten Dialog mit der Autorin und Moderatorin  zu treten, eigene Erfahrungen zu äußern und Fragen zu stellen. Hierzu laden am 5. Dezember 2018 um 19:00 Uhr die Gleichstellungsbeauftragte der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Caroline Rosenthal, und ihre Stellvertreterin, Anke John, in entspannter Atmosphäre in die Villa Rosenthal ein.

Jana Hensel schrieb unter anderem für den Spiegel, Die Zeit und die Welt. Von 2012 bis 2015 war sie stellvertretende Chefredakteurin der Wochenzeitung Der Freitag. Seit 2018 arbeitet sie als Journalistin für ZEITonline. In ihren Beiträgen widmet sich die gebürtige Leipzigerin insbesondere frauenpolitischen und ostdeutschen Themen. Als Autorin machte sie sich mit Zonenkindern und Kein Land einen Namen. Zuletzt erschien das gemeinsam mit Wolfgang Engler geschriebene Buch Wer wir sind. Die Erfahrung ostdeutsch zu sein.

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